Reinhold Würth hält gern Hof. Der Milliarden schwere Unternehmer, der sich im Hohenlohischen als Mäzen einen guten Namen und auch schon mit Auswanderungsplänen Schlagzeilen gemacht hat, hat dafür seit 2005 auch eine standesgemäße Bühne: das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe. Wo die blaublütigen Gäste der Fürsten zu Hohenlohe sich einst zu Jagdsoireen trafen, sollen heute die Hotelgäste des Schraubenkönigs fürstlich residieren.


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 Mitten im Wald bleibt der hoch gewachsene Hotelier mit dem sorgsam gelockten Haarschopf stehen, blickt versonnen auf den Weg und sagt: „Genau hier habe ich als Kind ein Ei fallen lassen, das mir eine Bäuerin für die Mutter mitgegeben hat. Ein Ei!“ Hermann Bareiss, seit Jahrzehnten hoch gelobter Gastgeber in der luxuriösen Ferienoase Bareiss in Baiersbronn Mitteltal, erinnert sich, dass er todunglücklich war – damals. „Ein Ei, das war etwas Kostbares für uns.“

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 Reinhold Würth hält gern Hof. Der Milliarden schwere Unternehmer aus dem schwäbischen Künzelsau, der sich im Hohenlohischen als Mäzen einen guten Namen und Ende letzten Jahres mit Auswanderungsplänen Schlagzeilen  gemacht hat, hat dafür seit 2005 auch eine standesgemäße Bühne: das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe. Wo die blaublütigen Gäste der Fürsten zu Hohenlohe sich einst zu Jagdsoireen trafen, sollen heute die Hotelgäste des Schraubenkönigs fürstlich residieren.


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Hermann Bareiss und der Morlokhof

Montag, 4. Februar 2008

Mitten im Wald bleibt der hoch gewachsene Hotelier mit dem sorgsam gelockten Haarschopf stehen, blickt versonnen auf den Weg und sagt: „Genau hier habe ich als Kind ein Ei fallen lassen, das mir eine Bäuerin für die Mutter mitgegeben hat. Ein Ei!“ Hermann Bareiss, seit Jahrzehnten hoch gelobter Gastgeber in der luxuriösen Ferienoase Bareiss in Bayersbronn Mitteltal, erinnert sich, dass er todunglücklich war – damals. „Ein Ei, das war etwas Kostbares für uns.“


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Es war einmal ein alter Hof in Baiersbronn-Mitteltal. Generationen von Bauern wurden hier geboren, wuchsen auf, heirateten, bekamen Kinder und starben  - wie überall in der Welt. Doch etwas war anders am Morlokhof, der so manchen Baiersbronnern nicht ganz geheuer war.  Sonderlinge seien die Morloks,  hieß es, und gemunkelt wurde von Wunderheilungen durch Handauflegen, von seltsamen Tinkturen, die Linderung verschafften, kurz von Magie. Die bäuerlichen Heiler wussten tatsächlich Wunderdinge zu vollbringen und sie schöpften ihr Wissen aus einem familiären Fundus von Rezepturen und Beschwörungen, von Schutzformeln und rituellen Handlungsanweisungen. All das ahnte man in Mitteltal, doch inzwischen hat der alte Hof seine Geheimnisse preisgegeben. Und ausgerechnet Hermann Bareiss, ein Grande der deutschen Hoteliers, war es, der sie ihm entlockte.



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